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11. April 2015 – Welt-Parkinson-Tag

Die Parkinson-Krankheit ist eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns. Der Körper ist unfähig, Bewegungen zielgerichtet auszuführen. In Deutschland leiden ca. 200.000 Menschen daran.

Die Erkrankung beginnt meist zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr. In seltenen Fällen kann sie auch schon zwischen den 20. und 30. Lebensjahr beginnen. Man spricht hier von «Jugendlicher Parkinson».

Die Beschwerden sind auf einen Mangel des Botenstoffs Dopamin zurück zuführen. Dieser Mangel wird auf Grund der Rückbildung von Zellen in einem bestimmten Bereich des Gehirns verursacht. Dieser Bereich wird als «Substantia nigra» bezeichnet. Es entsteht ein Ungleichgewicht zwischen Dopamin und den Botenstoffen Acetylcholin und Glutamat. Eine geregelte Bewegung des Körpers ist nicht mehr sichergestellt. Dieser gestörte Bewegungsablauf gehört zu den typischen Symptomen der Krankheit.

Typische Symptome

Ruhezittern (Ruhetremor)
tritt meist nur einseitig auf oder ist auf einer Körperseite stärker ausgeprägt, Arme stärker betroffen als Beine, Zittern verschwindet bei starker Anspannung der Muskulatur oder bei gezielter Bewegung
Unbeweglichkeit (Akinese)
flüssige Bewegungsabläufe fallen immer schwerer (beim Schreiben, Nähen, Zähne putzen …)
Steifheit (Rigor)
ein ständig erhöhter Spannungszustand der Muskulatur läßt ein Art Starrheit bzw. Schweregefühl in Armen und Beinen verspüren
Gang- und Haltungsstörung
z.B. Schwierigkeiten, nach einem Stolpern das Gleichgewicht wieder zu finden; Unsicherheit auf den Beinen, evtl. verbunden mit einem Sturz

Desweiteren kommt es auch zu vegetativen Beschwerden. Das vegetative Nervensystem steuert die unwillkürlichen Körperfunktionen, wie z.B. die Verdauung und die Körpertemperatur.

Vegetative Beschwerden

  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Störung der Sexualfunktion
  • fettige Haut
  • verstärktes Schwitzen oder kurze Schwitzattacken, Kreislaufstörungen verbunden mit Schwindelgefühl und Störungen der Harnblasenfunktion

Auch seelische Beschwerden wie Depressionen und Schlafstörungen können die Krankheit prägen.

Eine Beeinträchtigung der Intelligenz durch die parkinsonsche Krankheit ist nicht möglich. Bei manchen Erkrankten konnte jedoch eine Verlangsamung der Gedankengänge, sowie einer verminderten Konzentration beobachtet werden.

Die Ursache ist nicht eindeutig geklärt. Für die Entstehung der Erkrankung könnten verschiedene Faktoren in Betracht kommen. (z.B. Umweltgifte, Stoffwechselprodukte, sowie evtl. erbliche Einflüsse).

Das Ziel der medikamentösen Therapie ist es, dass gestörte Gleichgewicht der verschiedenen Botenstoffe im Gehirn wieder herzustellen. Für die Behandlung der Parkinsonerkrankung stehen zahlreiche wirksame Medikamente zur Verfügung. Neben der medikamentösen Therapie hat sich die Physiotherapie, Logopädie (Sprachtherapie) sowie Entspannungs- und Atemtherapie sehr gut bewährt.

Parkinson ist eine langsam fortschreitende Erkrankung, welche behandelt werden kann, auch wenn eine Heilung bislang nicht möglich ist. Die Lebenserwartung des Betroffenen ist nicht beeinträchtigt.

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